Ganz oft fühlen wir uns eingeengt in unserer persönlichen Freiheit. Woher kommt dieses Gefühl und wie lässt sich denn diese Grenze verschieben? Wichtig ist mir bei alle den Dingen, die wir gerne ins Aussen delegieren, das Bewusstsein, dass wir es zulassen. Damit nehmen wir die Verantwortung zu uns zurück und damit vergrössert sich selbstverständlich der Handlungsspielraum.

 

Den Gestaltungsspielraum zu nutzen, das ist für mich der erste Schritt, für mehr Freiheit. Viele Menschen nutzen diesen Raum nicht im möglichen Ausmass. Die Begrenzungen im Aussen zu suchen und natürlich auch zu finden, hat auch seine Vorteile, man muss dann nichts tun, kann warten und im passenden Moment auf den Zug aufspringen, der vielleicht kommt oder auch nicht. Doch das ist für mich wie am Bahnhof stehen und auf das nächste Schiff zu warten. Zufall, wenn überhaupt möglich. Mir persönlich ist es schon sehr lange wichtig, die Verantwortung zu mir zu nehmen und damit zu interagieren. 

 

Ich bemerkte sehr früh, dass es viel schwieriger ist, jemandem im Aussen
so weit zu bringen, dass er oder sie, meine Bedürfnisse erkennt und entsprechend handelt. Viele Frauen neigen dazu, sich ihre Partner passend machen zu wollen. Ist das ein überholtes Klischee? Da darf jeder für sich hineinspüren. 

 

Vermutlich ist es wesentlich einfacher, sich selbst den eigenen Ansprüchen und Wünschen, passend zu machen – sich darum zu kümmern. Manch ein Wunsch löst sich dann vielleicht sogar auf, weil wir die Konsequenzen spüren. Das ist gut. Dann kann er losgelassen werden. Das nennt man dann «Erfahrung».

 

Der Gestaltungsraum geht bis hinein in den Sterberaum. Tief beeindruckt durfte ich in den vergangenen Monaten miterleben, wie der Sterbeprozess eines Bekannten, gelebt worden ist. Selbstbestimmt und mit einer Wegbegleiterin, die es verstanden hat, den Raum zu halten, zu öffnen und sich selbst zurückzunehmen. Zur gleichen Zeit verstarb Stanko der Partner von Sabrina Fox. Sie redete in ihrem Kanal sehr offen darüber und teilten ihre sehr wertvollen Erfahrungen mit Interessierten. Stanko war ein Künstler und kreativ und so war auch sein Sterbeweg. Diese Formen, die weder neu noch besonders sind, sondern wie vieles vergessen wurde, finden wieder zurück in unser Bewusstsein. Das ermutigt mich sehr. Denn ich sehe auch diesen Raum, schon lange anders, als er gemeinhin erfahren und gelebt wird. Auch der Sterbeprozess kann lebendig gestaltet werden. Die Frage ist, wann wir damit beginnen. Stanko spricht von essenziellen Wegegabelungen, die wahrgenommen werden müssen, um sich in grösserem Masse mitentscheiden zu können. Die Grundakzeptanz besteht wohl auch darin, den Tod als zum Leben gehörend miteinzubeziehen und im Leben zu leben.

 

Wie und ob uns das Gestalten gelingt, dafür gibt es genauso wenig eine Garantie und schon gar keine Sicherheit, wie auf den gängigen von der Gesellschaft vorgegebenen Wegen. Das Leben ist und bleibt individuell. Doch es gibt natürliche und universelle Gesetze. Sich mit ihnen auseinanderzusetzen, das öffnet den Raum multidimensional und wie ich finde, es weitet unser Bewusstseinsfeld. Wenn wir daran glauben, dass wir Schöpfer sind, dann sollten wir dies leben und ausprobieren bis zum Schluss und in jedem bewussten Moment.

 

Gerade habe ich eine Sendung von Fair Talk zu Ende gehört. Der Schlusssatz im Sinne von, wenn ich an das Gute glaube, dann habe ich wenigstens eine gute Zeit, zumindest so lange, bis es dann vielleicht anders kommt. Genauso sehe ich das mit der Eigenverantwortung, dem freien Willen und der Souveränität – wer es nicht in allen Bereichen versucht und sich ausprobiert, wird nicht erfahren, ob es diesen freien Willen gibt, oder ob am Ende doch alles vorbestimmt war.

 

Ich selbst gestalte gerade meinen neuen Lebensabschnitt neu und fühle mich wohl damit. Was kommt, das weiss ich nicht. Doch das Jetzt fühlt sich wunderbar an.

 

Wer seinen Raum öffnen möchte und die Kraft der Insel dafür nutzen will, meldet sich gerne bei mir. Ich bin offen und bereit auch hier neue Räume zu schaffen und sie mit Menschen zu teilen und zu gestalten.

 

Herzliche Inselgrüsse, in lakech dein anderes Du
Christiane - Weltenwandlerin
 

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